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tectraxx

Grenzenloser High-Tech-Service

Auch in Mittel- und Osteuropa ziehen immer mehr Elektronikkonzerne und Händler in Betracht, die Belieferung ihrer Endkunden in die Hände kompetenter externer Partner zu legen. tectraxx trägt dem Rechnung und entwickelt maßgeschneiderte B2C-Konzepte für Tschechien, die Slowakei und Ungarn.

Über Nacht sind vor vier Jahren die Grenzbalken zwischen Österreich und den im Zuge der Osterweiterung zur EU beigetretenen Nachbarstaaten verschwunden. Landesgrenzen verschwinden jetzt auch zunehmend aus den Köpfen von Herstellern und Händlern, wenn es um die Betreuung ihrer Endkunden in Zentral- und Osteuropa geht. So berichtet Gerald Marx, bei tectraxx für die Bereiche Technical Distribution & Home Delivery zuständig, von einer steigenden Nachfrage nach länderübergreifenden Logistiklösungen: „In letzter Zeit haben bereits namhafte österreichische Bestandskunden Interesse bekundet, speziell für die Märkte Tschechien, Slowakei und Ungarn.” Und der Logistiker weiß auch, worauf es den Unternehmen dabei ankommt. Vor allem ein einheitlicher Servicegrad sei gewünscht, mit denselben Parametern und Qualitätsindikatoren. „Unsere Kunden wollen alles aus einer Hand und zwar auf demselben Niveau – und das können wir bieten.”

Know-how fließt in neue Märkte
Dazu wird das Know-how, das tectraxx in den vergangenen fast zehn Jahren in Österreich aufgebaut hat, kurzerhand in die benachbarten Märkte getragen. Derzeit sind die High-Tech-Logistiker in Tschechien, der Slowakei und Ungarn damit beschäftigt, den Bereich Home Delivery aufzubauen. Dieser umfasst alle nötigen Dienstleistungen, damit der Käufer sich letztendlich um nichts mehr kümmern muss. „Dazu gehören Terminvereinbarungen mit den Endkunden und diverse Sonderleistungen wie Altgerätemitnahme und deren Entsorgung ebenso wie das fachgerechte Aufstellen des Neugerätes, der Auspackservice und schließlich die Mitnahme und Entsorgung des Verpackungsmaterials”, erläutert Gerald Marx. „Wir evaluieren derzeit im Rahmen einer Marktstudie die Unterschiede in den diversen Märkten bezüglich Kundenanforderungen, Rahmenbedingungen und erforderlichen Servicegrad im Detail und werden gegebenenfalls Anpassungen beim Leistungsportfolio und Servicelevel vornehmen.” Marx geht jedoch davon aus, dass sich diese in Mittel- und Osteuropa nur minimal von den in Österreich etablierten Standards unterscheiden und die Anforderungen mit der vorhandenen Expertise abgedeckt werden können.

Wegweisendes Pilotprojekt
Dass Potenzial besteht, zeigt ein aktuelles Projekt in der Slowakei. Dort hat der tectraxx-Mutterkonzern Gebrüder Weiss für den Elektronikhändler Nay, Marktführer auf dem Gebiet Retail Consumer Electronics und zudem bereits langjähriger GW-Kunde, den Endkundenservice auf neue Beine gestellt – wenngleich nicht länderübergreifend, sondern lediglich landesweit. Bisher war Gebrüder Weiss ausschließlich für die Belieferung der Shops verantwortlich, im Oktober 2011 wurde nun nach knapp einjähriger Vorbereitungszeit ein Pilotprojekt für B2C-Belieferungen in drei Regionen gestartet. „Nay bewirtschaftet ein Zentrallager in Senec”, führt Markus Jelleschitz, Landesleiter von GW Slowakei, aus. „Dort wird die Ware abgeholt und binnen 24 Stunden beziehungsweise gemäß Kundenwunsch ausgeliefert.” Ein eigenes SPOC-Team bearbeitet dazu die elektronisch einlangenden Aufträge und kontaktiert binnen zwei Stunden die Endkunden zwecks Terminvereinbarung. Der SPOC vereinbart dann jeweils Zeitfenster von zwei Stunden, beispielsweise zwischen neun und elf Uhr, bis maximal 19 Uhr. „Zu den Dienstleistungen, die wir anbieten, gehört neben dem Hochtragen der Ware zum Verwendungsort auch das Entpacken, die Altgerätrücknahme sowie die Installation von Waschmaschinen, Kühlschränken und Geschirrspülern”, so Jelleschitz. Dafür sei das Personal eigens geschult worden. Verläuft das auf vier Monate angesetzte Pilotprojekt erfolgreich, folgt laut dem Landesleiter die landesweite Ausrollung. Dabei sei GW das erste Logistikunternehmen, das auf diesem Gebiet am slowakischen Markt tätig ist.

Outsourcing kommt in Mode
Dass sich für High-Tech-Logistik in Mittel- und Osteuropa ein großes Tätigkeitsfeld eröffnet, darin sind sich Markus Jelleschitz und Gerald Marx einig. Dazu trägt schon der stetige Anstieg bei den Internetkäufen bei. Zwar haben Handelsketten für Consumer Electronics eigene kleine Transporter, mit der sie die Auslieferung selbst bewerkstelligen. Aber es zeichnet sich bereits der Trend ab, die Transportlogistik in Verbindung mit entsprechenden technischen Dienstleistungen an professionelle Partner auszulagern. „Wobei das Thema Qualität in der Slowakei einen noch höheren Stellenwert als in Österreich hat”, führt GW-Manager Jelleschitz eine Besonderheit an und spricht in diesem Zusammenhang gar von einem „Servicekrieg” unter den Händlern, der die Logistik schnell unwirtschaftlich werden lässt. So werde mitunter die taggleiche Zustellung innerhalb von drei Stunden angeboten, „was schlichtweg nicht finanzierbar ist”. Die Vorteile einer Zusammenarbeit mit fähigen Logistikpartnern liegen auf der Hand: Transportkosten werden minimiert und transparent. Und guter Service sorgt für zufriedene Kunden.